Start Verlagsprogramm Links   Impressum

 

Pressespiegel

 

 


LILI  FEHRLE - BURGER

Königliche
Frauenschicksale
zwischen England und Kurpfalz


Kontakt:


Kurpfälzischer Verlag

Dr. Hermann Lehmann
Dreikönigstraße 10
D-69117 Heidelberg

Fon +49-(0)6221-20503
Fax +49-(0)6221-28695

kurpfaelzischer.verlag@t-online.de

 

Bankverbindung:

Commerzbank Heidelberg
Konto: 1841980
BLZ: 672 400 39

 

 

Rhein-Neckar-Zeitung

8.April 2013





Von Oliver Richter






































 

Starke Frauen zwischen England und der Kurpfalz

Zum 400. Jubiläum der Fürstenhochzeit: Lili Fehrle-Burgers Buch über die Frauen an beiden Höfen kam wieder als Neuauflage heraus
_


___________________________________________________________

Zum 400-jährigen Hochzeitsjubiläum des Pfälzer Kurfürsten Friedrich V. mit der englischen Königstochter Elisabeth Stuart bringt der Kurpfälzische Verlag eine Neuauflage des Buches „Königliche Frauenschicksale zwischen England und Kurpfalz" der 1991 verstorbenen Literatur-, Kunst- und Kulturhistorikerin Dr. Lili Fehrle-Burger heraus. Mit Heidelberg und der Kurpfalz eng verbunden, war sie über 50 Jahre lang eine Persönlichkeit des kulturellen Lebens der Stadt. Diese Beziehung zu Heidelberg und den dort lebenden Menschen spiegelt sich auch in ih­rem Buch wider, das die Geschichte der britisch-pfälzischen Beziehungen anhand bedeutender Frauengestalten beleuchtet.
         Bereits in der Einleitung schafft Fehrle-Burger mit einer malerischen Land-schaftsbeschreibung und der Darstellung der Geisteshaltung jener Zeit den atmo-sphärischen Rahmen, in dem sich die Ak­teure und vor allem die Akteurinnen nachfolgend bewegen. Im Hauptteil schlägt sie zunächst den historischen Bogen zurück bis ins Hochmittelalter, wo mit der englischen Königstochter Mathilda im 12. Jahrhundert die Geschichte der englisch-pfälzischen Beziehungen beginnt. Bis zum Erscheinen der Hauptfigur Elisabeth Stuart.zu Beginn des 17. Jahrhun-derts werden weitere bedeutende Frauen vorgestellt und in ihrem Wesen und ihrer geschichtlichen Bedeutung analysiert.
         Im Mittelpunkt des Buches steht das Leben und Wirken von Elisabeth Stuart, einer Frau, bei der die englisch-kurpfälzische Verbindung besonders deutlich wird. FehrleBurger zeichnet ein facettenreiches Bild ihrer Hauptfigur, das die spätere Winterkönigin, die von ihren Zeitgenossen oft mit Hohn und Spott überschüttet wurde, in einem anderen Licht erscheinen lässt. Bei ihr ent-steht das liebenswerte Bild einer charakterstarken, vorwärtsgewandten und hochintelligenten Frau, die nicht nur die Ehefrau des Pfälzer Kurfürsten Friedrich V. war, sondern eine eigenständige, starke Persönlichkeit. Die lebendige Beschreibung der Hochzeitsfeierlichkeiten einer in der damaligen Zeit unüblichen Liebesheirat sowie des „triumphalen Einzuges" in der Kurpfalz und der glücklichen Heidelberger Jahre lässt die junge Kurfürstin zu einer sympathischen „Königin der Herzen" werden. Gleichzeitig stellt Fehrle-Burger die Bedeutung, die sie für die Entwicklung des Theaters im deutschen Sprachraum hatte, heraus, waren doch William Shakespeare und der berühmte Architekt und Bühnenbildner Inigo Jones, der bald darauf nach Heidelberg kommen sollte, bei den Hochzeitsfeierlichkeiten in London anwesend. In diesem Moment kehrt der höfische Glanz zurück an den Neckar, ohne dabei Heidelbergs tragisches Schicksal im Dreißigjährigen Krieg und das Leben im holländischen Exil außer Acht zu lassen. Doch auch in dieser schmerzhaften Phase zeichnet Fehrle-Burger ein sehr persönliches Bild einer starken, ungebrochenen und kämpferischen Frau und Mutter, aber auch einer liebevollen Großmutter, die sich rührend um ihre damals siebenjährige Enkeltochter Liselotte von der Pfalz, die spätere Herzogin von Orleans, sorgte. Nicht minder spannend sind die Geschichten der Kinder, insbesondere der Töchter der Winterkönigin, von denen eine sogar zur Stammmutter des englischen Königshauses werden sollte.
         Neben dem politischen Geschehen stellt die Autorin immer wieder kulturelle Bezüge her. So zeigt sie die Bedeutung dieser großen Frauengestalten des 17. Jahrhunderts nicht nur auf der Bühne der europäischen Politik, sondern auch durch die Freundschaft zu den drei größten Philosophen jener Zeit.
         Seinen Ausklang findet das Buch im Heidelberg des 19. Jahrhunderts, in dem die Stadt am Ende der napoleonischen Ära für einen kurzen Moment welt-politische Bedeutung erlangen sollte. Genauso wichtig ist Fehrle-Burger aber auch das von Deutschen und Engländern gleichermaßen geliebte, sehnsuchtsvolle, romantische Heidelberg, das sie in den zarten Farben William Turners entstehen lässt. Dies bildet zum Abschluss die Kulisse für die Brautwerbung des britischen Thronfolgers Prinz Eduard, des ältesten Sohnes der berühmten Queen Victoria. Mit großer Einfühlsamkeit schildert die Autorin das schicksalhafte Leben der jüngen Braut und späteren britischen Königin, Alexandra von Dänemark.
         Mit großem historischem Sachverstand beleuchtet Fehrle-Burger die englisch-kurpfälzischen Beziehungen aus dem besonderen Blickwinkel der Frauenschicksale, die das Spiel auf der politischen Bühne oftmals hinter den Kulissen entscheidend beeinflussten. Innerhalb des weit gespannten historischen Bogens können sie alle als Mittlerinnen zwischen dem deutschen und dem englischen Geistesleben gesehen werden - manche Opfer, manche romantisch verklärt, manche aber auch bewusste und selbstsichere Gestalterinnen der deutsch-britischen Beziehungen.
         Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass, wie Fehrle-Burger es beschreibt, vor allem „der starke vielseitige Einfluss, den die englischen Königs-familien der Tudors und der Stuarts seit der Renaissance auf das Schicksal der Pfalz gewonnen haben, die Kulturgeschichte des Landes als ein lebendig fortwirkender Strom durchzog, dessen schöpferische Antriebskraft von Dichtem, Künstlern und Philosophen immer wieder von Neuem aufgespürt wurde". Scheinbar plaudernd und doch präzise und wissenschaftlich fundiert führt Fehrle-Burger ihre Leser auf 174 Seiten durch die faszinierende Welt der königlichen Frauen zwischen England und der Kurpfalz.

 

STADTBLATT

Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg

10. Juli 2013















































 

Große Frauen

__________________

Pünktlich zu „The Wedding", dem 400. Jubiläum der Hochzeit von Kurfürst Friedrich V. und Elisabeth Stuart, hat der Kurpfälzische Verlag eine Neuauflage des Buches „Königliche Frauenschicksale zwischen England und Kurpfalz" herausgebracht. Autorin Lili Fehrle-Burger beleuchtet darin die Geschichte der Pfalz aus besonderer Perspektive: Sie führt durch die Welt der königlichen Frauen zwischen England und Kurpfalz, deren kultureller und politischer Einfluss größer war, als es die Geschichtsschreibung erahnen lässt. Im Mittelpunkt steht die englische Königstochter Elisabeth Stuart, die das britische Schicksal mit dem kurpfälzischen verbindet (www.kurpfaelzischer-verlag.de).