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Pressespiegel

 

DORIS MAUSER : "Denn Heidelberg war´s ..."

40 bekannte und unbekannte Gedichte

mit mundgemalten Aquarellen von Doris Mauser
2006
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Schwetzinger Zeitung

12. Januar 2007


Doris Mauser aus Schwetzingen stellt ihr neues Büchlein mit Aquarellen und Gedichten über Heidelberg vor

Von unserem Redaktionsmitglied Jürgen Gruler

Doris Mauser hat seit 45 Jahren Multiple Sklerose (MS). "Ich kann mich nicht waschen, nicht anziehen, nicht trinken, nicht essen. Aber ich kann denken - und malen", sagt die 58-jährige Schwetzingerin. Gerade hat sie ihr zweites Buch veröffentlicht. Dem Buch "Der Schwetzinger Garten und die Dichter" mit 29 Aquarellen hat sie nun ein Werk über Heidelberg mit dem Titel "Denn Heidelberg war's . . ." folgen lassen und wieder sind sehr schöne Abbildungen ihrer Aquarelle zu sehen und natürlich Gedichte über die Neckarstadt, die wieder ihr Mann Peter Koppenhöfer zusammengetragen hat.

    Schon als Kind habe sie gerne gemalt, sagt Doris Mauser. Mit 13 habe sie dann MS bekommen, dennoch habe sie in Heilbronn ihr Abitur gemacht und in Heidelberg Psychologie studiert. Beim Hauptdiplom sei sie bereits im Rollstuhl gesessen. Es sei ein großes Glück für sie gewesen, dennoch im Berufsförderungswerk als Psychologin Arbeit gefunden zu haben. Anfang der 80er Jahre sei die Krankheit dann so schlimm geworden, dass sie nicht mehr mit den Händen schreiben konnte, sie immer stärkere Betreuung brauchte: "Ich habe dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied von meinen Händen genommen", sagt sie heute. Denn damals habe sie gelernt, sich mit dem Mund auszudrücken, mit dem Mund zu schreiben und eben auch zu malen.

    Blumen, schöne Landschaften, Menschen - das sind Motive ihrer kleinformatigen Aquarelle. Als sie das noch konnte, sei sie mit einem Notenständer unterwegs gewesen und habe Skizzen mit dem Mund gezeichnet, inzwischen malt sie die Welt von Fotos. Seit unserem letzten Besuch hat sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Mit dem jetzt vorliegenden Buch verabschiedet sich Doris Mauser vom Aquarellieren. Sie sei einfach zu unsicher in der Pinselführung geworden, erzählt sie: "Und beim Aquarell kann man ja kaum korrigieren. Inzwischen versucht sich die Schwetzingerin mit Ölbildern.

    "Es ist alles eine Frage der Persönlichkeit, die man schon vor einer solchen Krankheit hatte", sagt sie überzeugt. "Ich probiere immer wieder, was ich kann, raffe mich immer von Neuem auf, gebe mich nie auf. Und doch muss man auch demütig genug sein, um zu erkennen, wenn man einen schlechten Tag hat", beschreibt sie ihre Situation. "Das Malen ist mein Beruf geworden. Wenn ich male, dann spüre ich keine Schmerzen, merke gar nicht, wie lange ich wie-der mal an einem Stück gearbeitet habe." Papier oder Leinwand wird dann senkrecht vor ihrem Gesicht eingespannt, der Tisch kann nach oben und unten gefahren werden. Die Künstlerin nimmt den Pinsel, der mit einem Holz verlängert an dem speziell für ihren Oberkiefer gefertigten Mundstück befestigt ist, in den Mund. Dann malt sie los und genießt ihr Können, ihre Kreativität und ihr Leben.

    Das Buch, das nun entstanden ist, kann ab sofort im Buchhandel, so auch bei der Buchhandlung Kieser, bezogen werden. Es enthält 40 Gedichte über Heidelberg und passend dazu 39 wunderschöne Aquarelle der Mundmalerin Doris Mauser. Mit 12 Euro ist es ein echtes Schnäppchen und ein schönes Geschenk für Menschen, die Heidelberg mögen. Das war nur möglich, weil sich diesmal mit dem Kurpfälzischen Verlag Heidelberg ein heimischer Verlag für die Vermarktung gefunden hat, die Leonie-Wild-Stiftung und die "Vereinigung für mund- und fußmalende Künstler" das Projekt unterstützen. Zudem gibt es namhafte Vorwortschreiber. So zum Beispiel von Ex-Oberbürgermeisterin Beate Weber, die schreibt, dass "das Büchlein Heidelberg mit den Mitteln der Poesie und der Malerei schildert" und es für alle geeignet sei, die Heidelberg besuchen oder hier leben.